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Montag, 8. September 2014

Freitag, 5. September 2014

Erschreckende und düstere Aussichten für die Noch-Naturlandschaft Lichtenau


Hier ist der Blick gerichtet vom Sportplatz Lichtenau auf den Asseler Windpark.




So wird die Situation künftig im Lichtenauer Südwesten zu sehen sein(Hauptwindrichtung). Von diesen Windkraftwerken wird der meiste Lärm Richtung Lichtenau getragen werden.
Aufgrund der gegebenen Tallage, dem damit verbundenen Rückschall, der geringeren Bodendämpfung wird sich der Lärm vermutlich über das gesamte Tal legen. (wie bereits heute in Hegensdorf, Siddinghausen, Büren, usw.)

 Vor kurzem hatten wir schon auf die Möglichkeit hingewiesen, sich die Windrad-Ansichten auf der Seite der Kreisverwaltung individuell zu gestalten. Hier nochmals der Link:

http://www.kreis-paderborn.de/kreis_paderborn/geoportal/windenergieanlagen-in-3d/seiten/index-WEA.php




 

Machbarkeitstudie des Bundesumweltamtes zum Infraschall liegt vor und wird der Stadtverwaltung vom Leserbriefschreiber vorgelegt. Hat die Stadt die Studie noch nicht berücksichtigt oder wird sie diese, wie viele andere wissenschaftlichen Studien ignorieren?

Neue Westfälische 4. September 2014

Grundsteinheimer Vereine organisierten eigene Bürgerversammlung - Protokoll einer beeindruckenden Informationsveranstaltung



Die ständig steigende Verunsicherung um das Ausmaß der zu erwartenden Belastungen durch Windkraftanlagen veranlasste Vertreter der Vereinsvorstände spontan, die Bewohner zu einem Informationsabend in die Schützenhalle einzuladen.
Besonderes Anliegen war es den Dorffrieden zu bewahren.
Hatte man  sich in dem kleinen Ort auf maximal 100 Teilnehmer eingestellt, kamen
fast 200 interessierte Bürger.
Nach der Begrüßung durch  Michael Schonlau übernahm Andreas Kröger die Moderation des Abends.
Dietmar Halbig stellte klar, das ”Pro Lichtenau” kein Verein ist, keinen Vorstand hat und natürlich auch keine Kasse. ”Pro Lichtenau” ist die Summe aller Bürger, die diesen völlig überzogenen Ausbau mit WKA nicht wollen.
 Er berichtete über vorangegangene Bürgerversammlungen und Gespräche mit Politikern und den Bürgermeistern Herrn Merschjohann und Herrn Hartmann.
Dietmar Halbig stellte mit den Unterlagen der  Meinungsbefragung
”Energiestadt Lichtenau” die Fragestellungen noch einmal vor, die Kernaussage:
”Die Windgebiete sollen überplant werden, um die Nutzung der Windenergie weiter auszubauen, bei gleichzeitiger Reduzierung der Anlagen”.
666 Personen waren dafür und 74 Personen dagegen.
Hieraus leitet Herr Lackmann immer wieder die gewaltige Zustimmung
der Lichtenauer Bürger zu den jetzigen Plänen ab.

Die Ärzte Josef Wächter und  Dr. Hans Jörling referierten aus medizinischer Sicht.
Erschreckend , dass bei der heutigen großen Unsicherheit und keiner Erfahrung
über Auswirkungen auf die Menschen durch die Windgiganten aus ihrer Sicht
überholte bzw. aus Arbeitsschutz stammende Werte zugrundegelegt werden.
Die Einkesselung von Grundsteinheim stellt eine völlig neue Dimension dar.
 Überlagerungen der verschiedenen Schallquellen, der in seinen Auswirkungen
noch unzureichend geklärte Infraschall, Rotlichtgewitter und die jetzt schon Angst machende erdrückende Wirkung müssen von unabhängigen Institutionen geprüft werden.
Stefan Hölscher hatte eine beeindruckend Präsentation vorbereitet.
Die Blicke in die Landschaft heute und die Blicke in die Zukunft mit der Masse
der WKA. Fassungslosigkeit unter fast allen Bürgern.
Glücklicherweise stand nun auch das 3D Modell des Kreises zur Verfügung, das keine Fragen mehr offen lässt. Es sollte Pflicht sein für jeden Bürger, sich dies einmal anzuschauen.
Natürlich wurde gefragt, warum erst wenige Tage vor der heutigen Sitzung des
Bau- und Planungsausschusses der Stadt Lichtenau das Modell zur Verfügung stand,
zumal dieser Ausschuss schon zu einem entscheidenden Beschluss kommen kann.
Als ausgewiesener Heimatexperte berichtete Eberhard Krömeke über unsere Landschaft, besonders über die Frage in wieweit eine der größten Spalt-Höhlenkarst-
gebiete in Deutschland die zu erwartenden Belastungen sowohl beim Bau der Fundamente als auch nach der Aufstellung der WKA aushält.
Landwirte werden immer wieder von sog. Ackerschwinden überrascht.
Bewegt beschrieb er, wie wesentliche Elemente unseres Heimatempfindens
unwiederbringlich verloren gehen.
Auch die möglichen Auswirkungen auf unseren Tourismus beschrieb er eindrucksvoll.
Willi Hölscher, unser alter Ortsvorsteher, berichtete über Entwicklungen in der Planung zu seiner Ratszeit und zu den Vorgängen um den Bau eines Radweges, wo verschiedenste Auflagen und Einschränkungen hingenommen werden mussten, weil ein Milanhorst in der Nähe war. Der Schutz der Natur scheint inzwischen anders bewertet zu werden.

Die Ortsvorsteherin Claudia Keiter bedankte sich bei den Vereinen für die außerordentlich gute Organisation und lobte den gesitteten Ablauf der Informationsveranstaltung und Sie versprach die angesprochenen Bedenken vorzubringen und sich auch im weiteren Verlauf des Verfahrens für die Belange einzusetzen.

3. September 2014