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Samstag, 7. November 2015

Es bleibt dabei, die Gewinnmaximierung steht für die Investoren im Vordergrund. Bürgerschutz und Naturschutz werden weiterhin ignoriert.

Neue Westfälische 07.11.2015

Kommentare:

  1. "In Lichtenau sind 90% der Bürger für den Ausbau der Windenergie." - Diese Behauptung Lackmanns basiert, wie hier schon mehrfach eingeordnet, auf einer repräsentativen (wirklich?) Umfrage, dir vor(!) dem Beginn des zur Zeit stattfindenden massiven Ausbaus mit WEAs durchgeführt (von wem eigentlich in Auftrag gegeben?) wurde. Hätte man damals zu dem jetzigen Ausmaß des Ausbaus eine Umfrage durchgeführt oder würde man eine solche jetzt durchführen - was für Ergebnisse würde diese wohl liefern?
    Klar, kritische Stimmen werden jetzt das "St. Florian"-Prinzip anführen und auf die doch ach so gute Sache verweisen. Und Herr Lackmann positioniert die Windkraft ja auch als heldenhaften Verhinderer verseuchter Öl-Abbaugebiete und weggebaggerter Braunkohlelandschaften. Doch stimmt dies wirklich? Zur und auf absehbare Zeit jedenfalls nicht (Aspekte, die zusammenhängen: "nicht grundlastfähig", Überforderung der Netze, teils negative Preise für überschüssigen Strom, der ins Ausland abgeschoben werden muss, notwendige Reservekraftwerke bei Flauten, ...). Und mindestens so lange hilft ein massiver Ausbau nur denen, die damit Geld verdienen, alle anderen belastet er unnötig.
    Klar, ein Herr Lackmann ist für diesen Irrsinn nicht maßgeblich verantwortlich, er will und darf Geld verdienen, nutzt wie viele andere die Möglichkeiten, die hartnäckige Lobbyarbeit, Ideologie, mangelnde fachliche Einsicht und wer weiß, was sonst noch, auf politischer Seite geschaffen haben. Doch er sollte sich bitte nicht als ein "Heilsbringer" darstellen, der er nicht ist.
    "Dahl hat zwei Probleme: zu viele Professoren und zu viele geizige Bauern." - Diese abschätzige Äußerung Lackmanns passt da gut ins Bild.

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    1. Recht hat er, der Lackmann. Wenn nur gerade mal 50 Menschen ihren Allerwertesten hochkriegen um vor dem Paderborner Kreishaus zu demonstrieren, davon noch die Hälfte aus dem Sauerländer Gebiet, dann muss man doch annehmen, allen anderen, auch denen, die nah an den Windvorrangzonen wohnen, ist es egal, was da in der Landschaft passiert. Da kann man schon sagen: 90 % der Lichtenauer haben nichts gegen den Windausbau, sonst wären sie doch da gewesen oder?
      Lieber hocken sie doch vor den Fernsehern und denken: solln sich die paar Windkritiker doch austoben.

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    2. In der Tat hätte ich mir eine größere Zahl an Teilnehmern vor allem aus Lichtenau gewünscht. Ihre Schlussfolgerung jedoch ist unzulässig: Erstens gilt das, was Ihnen weiter unten "Anonym10. November 2015 um 08:45" entgegnet hat, für viele Mitbürger. Zweitens bin ich mir nicht sicher, wie viele Lichtenauer im Vorfeld von dieser Demonstration Kenntnis hatten.

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    3. Also ich z.B. wusste von der Demo nichts. Ich habe es leider erst erfahren, als es schon zu spät war. Ansonsten wäre ich definitiv da gewesen! Ich war bis jetzt bei jeder Versammlung im TZL, war bei der Demo in Lichtenau mit dabei und habe mehr als eine Brief mit Einwendungen verfasst. Da kann niemand behaupten unsere Umwelt wäre mir egal!
      Und wenn ich mich in unserem Ort so umhöre ist die Mehrheit definitiv gegen diese Verhuntzung der Umwelt. Man ist ja nicht generell gegen Windenergie. Aber es sollte schon überlegt und nicht maßlos übertrieben sein.
      Ich habe eine Kollegin, die weiter weg wohnt. Diese war ziemlich geschockt, wie es hier aussieht. So viele Windräder auf einem Haufen hat sie nich nie gesehen... Und schön fand sie das definitiv nicht...

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  2. Donnerwetter, da legen sich Lack- und Brinkmann aber ins Zeug!
    Und was die da alles „Neues“ von sich geben!
    Lackmann: ohne Standorte im Wald gäbe es im Sauerland kaum Windräder – stimmt! Er sagt auch: „Hier im Regierungsbezirk Detmold ist das aber kein Thema“ Frage: Wie lange noch wird es kein Thema sein Herr Lackmann?
    Das wissen doch nicht nur Insider schon seit Februar 2014, dass der grüne NRW Landes-Umweltminister (und guter Bekannter von Lackmann) Pläne für den Bau von Windrädern im Staatswald in der Schublade hat. Darüber wurde und wird in der Politik doch schon lange offen diskutiert.
    Ich finde es sehr gut, dass endlich auch mit dem Tabu – keine Windräder in den Wald - gebrochen wird. Wenn Windräder nah bei den Menschen stehen können, dann doch sicher auch bei den einwandernden Wölfen und Bären und nah bei den Hasen und Füchsen sowieso. Und die Rotmilane haben kein Problem mit den Windriesen – sagt Lackmann und der muss es wissen, ist er doch mit inzwischen allen Naturschutzverbänden gut im Gespräch und unterstützt deren wertvolle Arbeit mit dem einen oder anderen Euro. Wer wollte ihm denn da widersprechen?

    Und warum sollte Waldboden eigentlich wertvoller sein als z. B. Karstflächen oder Landschaftsschutzgebiete? Ich denke, für die Windkraft haben wir hier an Teuto und Egge noch einiges an Reserven, die sollten genutzt werden. Das bringt Geld ins Stadtsäckel - unser aller Geld übrigens.
    Und ich verwette meinen Schwiegervater, dass die ersten Räder in spätesten zwei Jahren auch östlich von Lichtenau im Eggegebirge stehen. Gut, der Abstand zwischen Lichtenau und der Egge liegt bei wenigstens 3500 Meter. Das kann man dann entspannt betrachten. Und endlich können sich dann auch die Gemeinden östlich der Egge an Windkraft beteiligen. Sie können dann WEA sehen und hören und gut, endlich können sie dann durch Beteiligungen auch mal Geld verdienen – denn darum geht’s doch eigentlich nur noch oder?
    Wie soll NRW ohne Waldflächen die selbstgesteckten Ziele der Energiewende denn sonst erreichen?
    Die Flächen für Windkraft müssen sich doch verdreifachen, besonders dann, wenn auch das ursprünglich vorgesehene Repowering kaum mehr stattfindet. Die WEA werden sich gerade hier im Paderborner Land gegenseitig zunicken können, so eng werden sie stehen.
    Also frisch auf denn ihr Wandersleut im Wald und immer die Hände zum Himmel und den Blick hoch zu euren neuen „Totempfählen“.
    Und ihr Lichtenauer Politiker solltet, wenn ihr das nächste Mal über den Schriftzug „Energiestadt“ für euer Ortsschild diskutiert, auch an eine Änderung eures Stadtwappen denken. Wie wärs denn mit: 15 Windrädern auf einem lichten Blau. Ein Windrädchen für jedes Dörfchen. 15 Räder – und ein Radbaum.
    Ach, das wollte ich auch schon immer mal fragen: Kriegt eigentlich jedes Lichtenauer Dorf an jedem Ortseingang ein neues Ortsschild mit dem neuen Schriftzug: Energiestadt oder bleibt das nur dem Dorf Lichtenau vorbehalten? Das haut aber dann rein ins Portemonnaie.
    Ker, ker, Ker, man kann`s nur noch mit Humor nehmen, anders ist`s nicht zum aushalten!

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  3. Sehr geehrter Schreiber "9 November 2015 um 20.32 Uhr"
    Im offensichtlichen Gegensatz zu Ihnen müssen die meisten Bürger um 17:00 Uhr arbeiten.
    Das heißt, Sie müssen das Geld verdienen, damit solch ein Irrsinn überhaupt finanziert werden kann.
    Vielleicht erst den Kopf einschalten und dann wichtig schreiben.

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  4. Über die Vereinfachung der Welt aus Gründen der besseren Verdauung

    Der Ortsteil Paderborn-Dahl hat ein schwerwiegendes oder eigentlich ein „himmelragendes“ Problem: Dahl ist von Windriesen zugebaut, Ende nicht absehbar, weder in der Fläche noch in der Höhe. Der Grund: „Dahl hat zu viele Professoren und zu geizige Bauern“, so eine Äußerung von Johannes Lackmann, zu lesen in der „Neuen Westfälischen“ vom 7. 11. 2015.

    Je undurchsichtiger die „Energiewende“ und ihre ökonomischen, ökologischen und gesellschaftspolitischen Folgen, desto größer die Sehnsucht nach einfachen Erklärungen für komplexe Zusammenhänge. Und desto größer die Gefahr, dass man den Erzählungen der Weltverbesserer Glauben schenkt. Vor allem dann, wenn sie mit vereinfachenden „Erklärungen“ zur Hand sind in der Absicht, die Realität nach ihren eigenen Vorstellungen zurechtzubiegen. Aus betriebswirtschaftIicher Perspektive geht es um Marketing; in der Politik heißt das Lobbyismus; als Öffentlichkeitsarbeit gerät es zum Versuch der Volksverdummung.
    Die politisch bestens vernetzten „Lackmann-Industries“ (wenn man die weitverzweigten Lackmannschen Gesellschaften unter diesem Etikett zusammenfassen darf) machen’s vor:

    Nichtssagende Antworten auf belangslose Fragen („Für wie wichtig halten Sie persönlich die Energiewende?“) werden als „wissenschaftliche“ Ergebnisse für die gesellschaftliche Akzeptanz der Energiewende ausgegeben. Aber die betroffenen Anwohner selbst werden gar nicht erst gefragt, wie gut oder wie schlecht sie mit den Windtürmen vor ihrer Haustür leben.
    Bei einer von der Windindustrie geförderten (!) Biologischen Station wird eine „Studie“ über die Rotmilan-Population in Auftrag gegeben, die zu dem „einmaligen“ Ergebnis kommt, dass sich diese Vögel mit den rotierenden Windtürmen bestens vertragen. Expertisen, die zu ganz anderen Befunden kommen, sind auf die von den „Lackmann-Industries“ genutzten Landstriche offenbar nicht anwendbar.
    Was sollte dagegen einzuwenden sein, dass Landschaftsschutzgebiete im Interesse der „Energiewende“ verbaut werden?
    Und wer dann noch auf die Idee kommt, die zentralen Fragen nach der Energiespeicherung oder Versorgungssicherheit oder Stromverteuerung zu stellen, der wird auf die Verantwortlichkeiten der „großen“ Politik verwiesen.
    Sollte das von Windtürmen zugestellte Dahl also womöglich in doppelter Hinsicht privilegiert sein? Weil die „Lackmann-Industries“ nur die weitere Umgebung von Dahl (etwa in Lichtenau) mit ihren Windriesen zustellen, aber in Dahl selbst nicht tätig sind? Und weil im Ort auch einige Professoren ansässig sind, die sich, gemeinsam mit vielen anderen Anwohnern, keinen Bären aufbinden lassen, sondern konsequent Kritik üben an dem politisch unbedachten Unsinn der Energiewende – bis hinunter auf die kommunale Ebene.

    Jürgen Baur

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  5. Habe gerade das Westf. Volksblatt und die Nachricht über die neue Ausweitung der Paderborner - eigentlich ja Dahler, Benhauser und Neuenbekener - Windvorrangzonen gelesen. Wohin soll das noch führen? Die Windindustrie ist scheinbar nicht aufzuhalten und der deutsche Michel zahlt für Strom, der mittlerweile zu Unmengen ins Ausland transferiert wird und das fürn Appel und n Ei. Während der deutsche Verbraucher zahlt und zahlt und zahlt. Die einen stecken sich die Taschen voll, weil die politischen Vertreter nicht in der Lage sind, eine vorausschauende Politik zu machen. Man verliert doch auch noch das letzte bischen Kraft, sich in irgendeiner Form ehrenamtlich in diese politisch fehlgeleitete Gesellschaft einzubringen. Kauft Euch doch Eurer Bespaßer für die Jugend, für die Kinder, für die Alten usw. - ich mach jetzt als langjähriger Ehrenamtler keinen Finger mehr krumm für diese Gesellschaft.

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    1. Ihrer Einschätzung der Lage ist zuzustimmen. Das diese sich nicht gerade förderlich auf die Motivation für gesellschaftliches Engagement rational denkender Menschen auswirken muss, ist verständlich. Und schade.

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    2. heute wurde veröffentlcht, dass der Dahler FNP nun noch mehr Fläche für WKA bereitstellt.

      Eine Katastrophe !!
      immer mehr, immer höher, immer näher, immer unvernünftiger!! immer weiter so -- voll am Bürgerwillen vorbei!!

      Ich vermute, dass es in Lichtenau ähnlich laufen wird! Zu den aktuellen Planungen wird es weitere Flächenausweisungen geben.
      Wie gab Herr lackmann einst zu:..., auf die bereits ausgewiesenen Flächen könne er leicht 300 weitere Windräder unterbringen.
      Das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht! Und dann gibt es ja anschließend noch die Möglichkeit den Lichtenauer FNP zum 196. mal zu ändern!
      Die nageln uns zu!!
      und unsere Kommunalpolitiker spielen alle mit!!!
      Wir haben leider keinen mutigen und standfesten Bürgermeister wie die Borchener.


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    3. Wenn es die Lackmann Industries nicht geben würde, hätten wir die von Meier, Müller oder Schulze. Geldgeile Menschen gibt es im Überfluss. Die innovative Windmühlentechnologie hat einen riesigen Vorteil: Die nachfolgende Generation kann mit Hilfe von lediglich 25kg TNT Sprengstoff pro Anlage die Fehler der aktuellen politischen Führungsorgane wieder kompensieren. Wenn man das noch terminlich auf den 31.12. legen würde, wäre das neue Jahr um so schöner.......

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  6. das lackmannsche Bild sagt doch alles:
    Seine Mimik signalisier Entschlossenheit, seine Arme weisen uns die Richtung ,- nämlich voran in breiter Spur!! Sein Bild zeigt nichts anderes als : ich geb keine Ruh, ich mache weiter, ich lasse keine andere Meinung zu, ich sehe nur ein Ziel ! nur eine Richtung!
    Kommt uns das nicht bekannt vor? Ich dachte gleich AH!
    Auch ich bin überzeugt , dass das Ende der zusätzlichen WKA nicht in Sicht ist!
    Bei uns in Lichtenau wird es noch viel viel schlimmer kommen! Und am Ende fragen wieder nachfolgende Generationen:"...warum habt ihr das nicht verhindert ?"
    I

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    1. Der von Ihnen angeführte Vergleich bezogen auf die Person Lackmanns ist "gefährlich" und unangebracht. Der Wandel hier in Lichtenau ist allerdings (nur) ein kleines Rädchen in einem "Plan", der sich - für die, die es wissen wollen - unverhohlen "große Transformation" nennt: Nicht nur die Entwicklung, die hier in Lichttenau nachdenklich, traurig und wütend stimmt, sonder gerade dieser große "Plan", sollte er denn tatsächlich Realität werden, wird nachfolgende Generationen die von Ihnen erwähnte Frage stellen lassen.

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    2. Lichtenau wird im Rahmen der großen Transformation auf jeden Fall die Welt retten.

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    3. Lieber Anonym 19:43
      was ich eigentlich damit sagen wollte ist:
      ah, oder besser aha, Herr Lackmann weiss, was er will und wird es auch erreichen. Ich meinte,dass sein Bild in der Zeitung seine vehemente Entschlossenheit zur Durchsetzung seiner WKA-Investitionen vermittelt.
      - danke für deinen Kommentar! So habe ich bemerkt, dass es durch die Großschreibung auch zweideutig sein könnte. Ich möchte mich für diese Unachtsamkeit entschuldigen.Es war nicht beabsichtigt.

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